Neues aus Entenhausen Teil 1



Catharina beschäftigt uns.
Sie sitzt.
Erst konnten wir sie tagelang beobachten, wie sie sich von ihrem Verehrer Cato einen Nistplatz schmackhaft machen ließ; und zwar den gleichen, mit dem sie im letzten Jahr so überaus zufrieden zu sein schien. Sie prüfte den Ort unter allen möglichen Gesichtspunkten und setzte sich dann demonstrativ in eine 26 cm große, wassergefüllte Kasserolle. 


Wir haben verstanden und  in der Nähe eine Grube ausgehoben : das Riedbad (Fotos folgen).
Dann haben wir sie tagelang nicht mehr gesehen, bis Markus ihr Nest im alten Garten neben dem Fumier entdeckte. Madame Catharina hatte sich über den Nistplatzvorschlag ihres Verehrers hinweggesetzt, ihn trotzdem erhört und einen neuen Platz gewählt. Der Verehrer hat sie noch mehrmals am alten Platz gesucht, nach ihr gerufen – aber  Catharina hat jetzt Wichtigeres zu tun: sie sitzt.
Als sie ganz kurz weg war, konnten wir einen Blick in das Nest werfen:


Unser  Schock war groß: Elf Eier im Nest! Ja, sind wir denn in Entenhausen?
Seit fast zwei Wochen thront sie nun unbeweglich  wie eine Buddha-Statue auf dem, was ihr Nachwuchs werden soll, lässt sich fotografieren und plustert sich höchstens ein bisschen auf, wenn man ihr zu nahe kommt.


Das Nest hat sie rundum mit ihren eigenen Daunen gepolstert. In den eisigen Nächten der vergangenen Wochen hat Catharina gefroren, damit der Nachwuchs überlebt.
Nur ganz selten bewegt sie sich zur Futterstelle, zur Tränke, zum neu errichteten Riedbad II. Oder sie fliegt in Richtung Teich, wahrscheinlich, um sich mit anderen werdenden Müttern auszutauschen ...
Vorher aber deckt sie das Gelege so sorgfältig zu, dass man Mühe hat, es zu erkennen.


Fortsetzung folgt

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